Umgang mit Nadelstichverletzungen

Die Rehabilitation ist ein Prozess, der auf Vertrauen, Sicherheit und gegenseitigem Respekt basiert. Menschen kommen zu Holsingvital, um ihre Gesundheit wiederzuerlangen und neue Kraft für ihren Alltag zu schöpfen. Dies kann nur in einem Umfeld gelingen, das frei von Angst, Ausbeutung, Diskriminierung und Gewalt ist.

Als medizinische Rehabilitationseinrichtung tragen wir eine besondere Verantwortung für das Wohl der uns anvertrauten Menschen. Das vorliegende Gewaltschutzkonzept ist daher weit mehr als eine formale Anforderung unseres Qualitätsmanagement-Handbuchs (QMH) oder eine Erfüllung gesetzlicher Vorgaben nach § 37a SGB IX. Es ist das Fundament unserer gelebten Unternehmenskultur.

Warum ein Schutzkonzept? Gewalt hat viele Gesichter. Sie beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen, sondern zeigt sich oft subtil in Form von verbalen Verletzungen, Grenzunterschreitungen, Vernachlässigung oder dem Ausnutzen von Abhängigkeitsverhältnissen. In einer Rehaklinik treffen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und mit verschiedenen Vulnerabilitäten aufeinander. Unser Ziel ist es, einen „Safe Space“ zu garantieren, in dem die persönliche Integrität jedes Einzelnen – ob Patient oder Mitarbeiter – unantastbar bleibt.

Unsere Ziele im Überblick:

Sensibilisierung:

Wir schärfen den Blick für Grenzverletzungen und fördern eine Kultur des Hinsehens.

Prävention:

Durch klare Strukturen und Schulungen minimieren wir Risikofaktoren proaktiv.

Handlungssicherheit:

 Im Falle eines Vorfalls bieten wir klare Leitfäden, Ansprechpartner und Schutzmechanismen, um schnell und professionell zu intervenieren.

Transparenz:

Wir kommunizieren offen über unsere Standards und schaffen niederschwellige Beschwerdewege.

Dieses Konzept ist ein dynamisches Dokument. Es wird im Rahmen unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Wir laden Sie alle ein, aktiv an einer Atmosphäre der Achtsamkeit mitzuwirken.

Null Toleranz gegenüber Gewalt ist bei uns kein Schlagwort, sondern tägliche Praxis.

Als Ansprechpartnerin zum Thema Gewaltschutz oder bei akuten Ereignissen, steht den Gästen des Hauses Frau Eline Hofmeister (Tel. 350) als offizielle Gewaltschutzbeauftragte der Klinik mit Rat und Tat zur Seite.